Der Grubenhund (Canis metallicus)

In meiner Forschung zum sogenannten „Inwendigen Saupudel“ und anderen Caniden bin ich des Öfteren auch auf den inzwischen ebenfalls erfolgreich ausgestorbenen Grubenhund gestoßen, der in den Bergrevieren des mittelalterlichen Mitteldeutschlands noch eine oft anzutreffende Erscheinung war. Im Gegensatz zu den später hierzu eingesetzten Kanarienvögeln, war der Grubenhund zwar flugunfähig, aber dafür genauso empfindsam für Luftveränderungen und Erschütterungen. Notorisch phlegmatisch, musste der bewegungshassende Candide auf einem Rollbrett unter Tage an seinen einsatzort gefahren werden (wodurch sich eine bis heute verbreitete eine fatale Verwechslung der Bezeichnungen für das Gefährt statt für das Tier ergab) . Im Falle eines gefährlichen Wetterumschlags im Stollen, konnte der eigens dafür bestallte Grubenhund dies durch eine eigene Abgabe von intensiven Warngasen ankündigen, die die anwesenden Bergleute zu einem fluchtartigen Verlassen der gefährdeten Bereiche veranlasste.
Da die von den Tieren abgegebenen Warngase sich allerdings ebenfalls als feuergefährlich herausstellten, geriet der Grubenhund immer mehr in Misskredit und wurde in der Frühen Neuzeit immer mehr durch seinen gefiederten Erzfeind, den Kanarienvogel ersetzt. Der letzte bekannte Grubenhund scheint bei der womöglich durch die eigene Warngase ausgelösten Grubenexplosion in Marienberg im Erzgebirge 1614 ein jähes, aber lautstarkes Ende gefunden zu haben.

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Erfolgreiches Aussterben sollte nicht nur unser aller Ziel sein, sondern auch definitiv eine stehende Formulierung in einer parakryprozoologischer Urkunde sein.

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