Frostfrettchen (Mustela Pruina Frigus)

Mustela Pruina Frigus (das kalte Frettchen) wird mitunter auch Arctomys Frigidus Autophagus (sich selbst verzehrendes Murmeltier) oder Mustela Friget Misere (Frettchen, das erbärmlich friert) genannt.

Das reinweiße Fell dieses iltisartigen Tieres diente vor allem der Tarnung, und seine unverhältnismäßig großen Augäpfel – aufgrund derer man es bisweilen auch abfällig als „Glotzfrettchen“ bezeichnete – ermöglichten ihm eine annähernde Rundumsicht. Zudem war das Frostfrettchen, wenn es im ewigen Eis länger keine Nahrung fand, in der Lage, seinen eigenen, vergleichsweise massigen Schwanz zu verspeisen, der – ähnlich wie etwa bei einem Salamander – offenbar binnen kurzer Zeit wieder nachzuwachsen vermochte.
Dies alles ist bekannt, da das Exemplar, das 1880 in Grönland gefunden und der 2nd British Science Society überlassen worden war, ausgiebig erforscht und in T. T. Tumbleshruggs „Encyclopedia of Forgotten Beasts Vol. VII“ aufgenommen wurde. 1886 wurde das Präparat dem noch nicht komplett fertiggestellten Royal Museum of Edinburgh überstellt, in dessen Archiven es bedauerlicherweise noch im gleichen Jahr verschwand und seitdem nicht wiedergefunden wurde.